Fluchtzwerg

Zwei Menschen und zwei Hunde (einer für immer im Herzen) unterwegs mit dem Eifelland Holiday
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Oh, wie schön ist Pulvermaar… zum zweiten Mal

Der Frühling ließ sich Zeit in diesem Jahr und Ostern war früh. Mit der ein oder anderen Schneeflocke mussten wir noch rechnen. Wohin also über die Osterfeiertage 2018? Geplant war der Westerwald, der ausgesuchte Campingplatz hatte seine Campingwiese wegen der Witterungsverhältnisse leider noch nicht geöffnet. Da Silvana mit fahren wollte, sollte es ein Platz mit einer mietbaren Unterkunft sein, sie ist zwar sonst mit Zelt unterwegs ist, aber nicht bei diesen winterlichen Temperaturen. Ihr fiel dann das Feriendorf Pulvermaar ein, wo wir schon 2015 zu Besuch waren. Boungalows können zu einem fairen Preis gemietet werden. Die Kontaktaufnahme mit dem Betreiber des Platzes, Herrn Fetten, funktionierte schnell und reibungslos. Ein Bungalow für Silvana war frei und die Campingwiese für uns sowieso. Wir waren die ersten Camper der Saison und konnten uns den Platz aussuchen. Ob sich Silvana im Bungalow wohlgefühlt hat, könnt ihr hier nachlesen.

pulvermaar ostern 2018-07779

Ups, was Wichtiges vergessen…

Am Karfreitag packten wir die restlichen Sachen zusammen und stiegen voller Vorfreude in unser Auto und fuhren gegen 9.00 Uhr auf die A61 Richtung Koblenz. Kurz vor Kreuz Kerpen fiel es mir siedend heiß ein. „Ich habe keine Jeans mit genommen!“ sagte ich zu meinem Mann. „Ich habe nur die, die ich am Leib trage!“ „Soll ich zurück fahren?“ „Nein,“ sagte ich mittlerweile lachend. „Irgendwo in der Vulkaneifel gibt es bestimmt einen Jeans Shop!“ Da wir uns sowieso die „Dauner Maare“ ansehen wollten, fand ich schnell heraus, dass man in Daun richtig gut shoppen kann und es nicht nur einen Jeansladen gibt (google sei dank)! Ostern war gerettet. Nachdem wir den Freitag ganz gemütlich angingen und eine Runde um das Pulvermaar liefen, führte uns der Weg am Samstag  erstmal nach Daun.

 

Daun und die Dauner Maare

Es war rappelvoll an diesem Karsamstag in der Innenstadt von Daun. Es herrschte reges Treiben rund um den Stadtkern dieses sympathischen Städtchens. Der Jeansladen war nach einigen Schwierigkeiten schnell gefunden, aber leider kein Parkplatz, den fanden wir dann außerhalb des Trubels. Eine neue Jeans für mich war schnell gefunden und wir bummelten noch an den Geschäften vorbei. Den Einkauf für das Abendessen erledigten wir gleich mit. Auf dem Rückweg zum Auto kamen wir an der „Dauner Kaffeerösterei“ vorbei, die sehr einladend wirkte und wir gingen hinein. Im Untergeschoß gab es einen kleinen, aber feinen Austellungsraum zum Thema Kaffee (was auch sonst?). Der Laden oben war mit Liebe zum Detail eingerichtet und es gab nicht nur Kaffee, sondern auch kleine Leckereien, Kakao und sehr viel Zubehör zur Kaffeezubereitung. Da ich genug Kaffee an Bord hatte, nahm ich nichts mit.

Nur wenige Minuten dauerte es, bis wir die Dauner Maare erreicht hatten. Die Dauner Maare sind drei einzelne Maare, die durch Wanderwege mit einander verbunden sind: das Gemündener Maar, das Weinfelder Maar und das Schalkenmehrener Maar. Da der Tag recht warm, freundlich und zeitweise sonnig war, beschränkten wir uns auf das Weinfelder und das Schalkenmehrener Maar. Sonst wäre der Weg für unsere 14- jährige Hundeseniorin zu weit gewesen. Und auch dieses Mal waren wir wieder völlig fasziniert von den Maaren der Eifel! Das Schalkenmehrener Maar wurde nach dem Dorf Schalkenmehren benannt, das direkt am Rand des Kratersees liegt. Hier kann man Boot fahren, Angeln, surfen und auch Schwimmen ist im Naturfreibad erlaubt, das von Mai bis September geöffnet hat.

Panorama
Panorama

Das Strohner Mä(ä)rchen

Für Sonntag waren Schauer vorhergesagt, immer wieder zogen dunkle Wolken auf. Nach einem ausgiebigen Osterfrühstück besuchten wir das Strohner Märchen. Vom Campingplatz gut fußläufig zu erreichen. Leika durfte ausruhen, wir machten uns ohne unsere Omi auf den Weg. Der Wind blies ordentlich! Kaum jemand war unterwegs, sodass wir die Hunde laufen lassen konnten und die Wiesen rund um das Strohner Trockenmaar wurden einer gründlichen Inspektion unterzogen. Von den Ausmaßen eher klein, ist das Strohner Märchen mit einer 10m dicken Torfschicht bedeckt, ein Lebensraum für etwas 250 Pflanzenarten und einer Vielzahl an Insekten. An diesem trüben Ostersonntag war das für uns nicht zu erkennen.

Als wir zurück kehrten, schlief Leika friedlich auf dem Bett in unserem Wohnwagen, sie hatte uns offensichtlich nicht vermisst und das Ausruhen genossen. Abends besuchten wir den Irish Pub in Gillenfeld und waren sehr begeistert, von der gemütlichen Einrichtung und dem hervorragenden Essen. Absolut empfehlenswert!

 

Meerfelder Maar

Am Ostermontag machten uns auf den Weg Richtung Meerfeld, in der Nähe von Manderscheid. Fährt man durch Manderscheid durch, hat man einen wunderbaren Blick auf die imposanten Manderscheider Burgen. In Meerfeld angekommen, fanden wir schnell einen kostenpflichtigen Parkplatz. Der Wanderweg sollte uns zu einem Aussichtsturm führen. Nach einigen Metern merkten wir, dass wir den falschen Weg eingeschlagen hatten. Hm, und nun? Wir hätten einige Meter zurück laufen müssen, um auf den richtigen Weg zu gelangen. „Eigentlich müssen wir nur quer durch den Wald!“ sagte Stephan. Der richtige Weg verlief genau parallel zu dem Weg, auf dem wir uns befanden. Okay, machen wir, war die einhellige Meinung. Es ging ganz schön heftig bergan und der Waldboden war dick mit Blättern belegt, sodass wir sehr darauf achten mussten, wohin wir traten. Aber wir haben es geschafft! Und auch Leika ist wie eine Bergziege geklettert, zwar langsam, aber stetig. Quer durch den Wald fand sie schon immer interessanter, als auf langweiligen Weg zu wandeln. Auf dem richtigen Weg wanderten wir nun Richtung Aussichtsturm. Die Sonne blinzelte durch die Wolken und es wurde so warm, dass wir unsere Jacken auszogen. Um auf 516 m hoch zu kommen, ging es noch ordentlich hinauf. Der Blick von oben entschädigte für den  Aufstieg.

Der letzte Tag

Im Feriendorf Pulvermaar gibt es ein Frühstücksangebot. Zwischen verschiedenen Varianten kann gewählt werden. Da an diesem Osterdienstag mein Geburtstag war, genossen wir es sehr, ein reichhaltiges Frühstück serviert zu bekommen. Gut gestärkt beschlossen wir, dem Holzmaar noch einen Besuch abzustatten. Dieses hatten wir auch 2015 schon besucht. Als Abschlußrunde prima geeignet wegen der kurzen Anfahrt. Danach genossen wir  Kaffee und Kuchen um danach gestärkt die Heimreise an zu treten.

Direkt zu Beginn entdeckten wir einige Buschwindröschen
Direkt zu Beginn entdeckten wir einige Buschwindröschen

 

Tschüs Maare, bis zum nächsten Mal
Tschüs Maare, bis zum nächsten Mal

Und wieder hatten die Maare diese Faszination auf mich ausgeübt, die ich 2015 schon wahr genommen hatte. Ein entspanntes, ruhiges Osterwochenende ging zu Ende. Tschüs Pulvermaar, bis zum nächsten Mal. Denn wir haben immer noch nicht alle Maare besucht!

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