Fluchtzwerg

Zwei Menschen und zwei Hunde (einer für immer im Herzen) unterwegs mit dem Eifelland Holiday
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Frankreich mit dem Wohnwagen Teil 2 Hervelinghen/Wissant

 

Nun waren wir in Hervelinghen angekommen, dem zweiten Ziel unserer Reise nach Frankreich. Da der ausgesuchte Campingplatz  keine Reservierungen annimmt, hofften wir natürlich, dass ein Platz für uns frei war. Ich informiere mich normalerweise vorher recht ausgiebig über die Campingplätze und lese Bewertungen (wo man auch zwischen den Zeilen lesen muss). Über den Camping de la vallè waren die Infos im Netz mehr als spärlich. So eine grottenschlechte Internetpräsenz habe ich selten gesehen, deshalb habe ich den Platz auch nicht verlinkt. Ich bin nämlich ein Fan von schön gestalteten Internetseiten. Das dies nicht immer etwas über die Qualität des Campingplatzes aussagt ist mir natürlich klar. Wie es bei diesem Platz war, wirst du bald erfahren.

Mit gemischten Gefühlen fuhren wir auf den sehr großzügig angelegten Vorplatz mit Kneipe und Rezeption. Der Inhaber vom dort stehenden Frittenwagen war dabei, Kartoffeln in Stifte zu schneiden. Hey, das gefiel mir! Handgeschnittene Fritten aus frischen Kartoffeln! Die mussten zu einem späteren Zeitpunkt getestet werden!

Wir konnten unser Gespann abstellen ohne andere Camper zu behindern. Zunächst meldeten wir uns natürlich an. Während der Fahrt hatte ich mir die Frage nach einem freien Stellplatz, ein paar Redewendungen und Zahlen auf französisch eingeprägt. Das war auch gut so, denn die freundliche Platzbetreiberin sprach kein Englisch. Wir verständigten uns mit Händen und Füßen und bekamen den Platz Nr. 88 zugewiesen. Der Wohnwagen war schnell in die richtige Position gebracht, das Sanitärgebäude ganz in der Nähe und auch vom Müllplatz trennten uns nur wenige Meter. Ich war skeptisch, so nah am Müllplatz? Aber meine Bedenken zerstreuten sich ganz schnell, keine Geruchsbelästigung und der Lärm vom Flascheneinwurf hielt sich sehr in Grenzen. Ich Nachhinein erwies sich das als Vorteil: keine Flaschensammlung unter dem Wohnwagen und keine Kunstoffsammelleidenschaft! Jedes Fitzelchen wurde zügig zum Container gebracht. Wobei die Franzosen anders Müll trennen als wir in Deutschland. Das zu erklären würde jetzt zu weit führen! Ich stelle dir den Platz, auf dem wir uns sauwohl gefühlt haben, einfach mal vor.

Der Campingplatz de la Valle

Wie der Name schon sagt, liegt der Platz wunderschön im Tal.

Eine Abendaufnahme, rechts unten der Campingplatz, links oben Cap blanc nez

Im vorderen Teil befinden sich die mit mannshohen Hecken abgetrennten Touristenplätze, die auch einen schönen Baumbestand haben, im hinteren Teil haben die Dauercamper ihr Refugium. Die Eckstellplätze sind sehr geräumig, die dazwischen etwas kleiner. Hier waren Sanitärräume für Männer und Frauen getrennt. Ich habe nur die Damenreihe fotografiert, bei den Männern sah es genauso aus. Der Vorraum der Dusche war sehr klein, ich vollbrachte teilweise akrobatische Leistungen um mich nach dem Duschen einzucremen und anzuziehen. Dafür war der Strahl der Dusche der beste, den ich bisher auf einem Platz genossen habe. Sieben Minuten konnte ich mit einer Duschmarke (1 Euro) bei angenehmer Wassertemperatur die Körperreinigung vollziehen. Gereinigt wurden die Sanitärräume jeden Tag. Der Handyempfang war schlecht bis gar nicht vorhanden, mit dem WLAN hatten die Betreiber gerade Probleme. Das konnte unsere Freude über den schönen Platz nicht trüben.

Die Müllbehälter wurden regelmäßig geleert, dafür mussten die Tonnen mit Restmüll an die Straße gebracht werden. Um die Tonnen wieder nach oben zu transportieren, hängte der Platzbetreiber diese einfach an sein Auto (auf dem letzten Bild zu sehen)! Coole Idee!

Das Familientreffen in Frankreich

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, wollten wir unbedingt das Meer sehen. Bis der andere Teil der Familie eintreffen sollte, war noch Zeit. Also wurden die Hunde ins Auto verfrachtet und dann ging es vom Campingplatz aus links Richtung Wissant, einem geschichtsträchtigen Ort. Schon bei der Ortseinfahrt sahen wir Unmengen Autos am Straßenrand stehen, es schien sehr voll zu sein. Wir wagten uns dennoch mit dem Auto in den Ortskern und bereuten dies ganz schnell. Überall parkende Autos, Gegenverkehr und enge Straßen. Zum Glück kamen wir ohne Blechschaden aus diesem Tumult wieder heraus. Warum so viele Menschen im Ort waren, erfuhren wir erst später, es war Markt in Wissant. Also nahmen wir die andere Richtung in Angriff, die Straße führte zum Cap blanc nez. Die Einfahrt zum Parkplatz lag in einer unübersichtlichen, engen Kurve. Wir zogen es daher vor, am Straßenrand zu parken und gingen zu Fuß Richtung Parkplatz. Einfach überwältigend diese sanft geschwungenen Hügel mit dem unendlichen Weitblick. Wir stiegen nur ein Stück hinauf und mit jedem Schritt sahen wir mehr von der Bucht von Wissant und dem Meer und den Kreidefelsen von Dover auf der anderen Kanalseite. Zu allem Überfluss klarte der Himmel auf und die Sonne lugte zaghaft hinter den Wolken hervor. Ein perfekter Start in den Urlaub!

Zurück am Auto wollte ich gerade einsteigen, als eine männliche Stimme hinter mir „Hallo!“ sagte. Ein wenig erschrocken drehte ich mich um und sah meinen Schwager Andreas hinter mir stehen! Was für ein Zufall, dass wir uns gerade an dieser Stelle trafen. Meine Schwägerin Anja hatte im Vorbeifahren aus dem Augenwinkel unser Auto erkannt und gerufen: „Halt, Andreas! Da sind sie!“ So kam es, dass wir uns am Fuße des Caps herzlich begrüßten! Für den Abend verabredeten wir uns zum gemeinsamen Pommes essen am Campingplatz. Sehr, sehr lecker!

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Begeisterung macht sich breit

Der nächste Tag war ein Sonntag, wir mussten dringend einkaufen. Der nächste Intermarche, der auch Sonntags geöffnet hatte, lag ein paar Kilometer entfernt im Örtchen „Marquise“. Zufällig trafen wir hier den Rest der Familie und verabredeten uns zu einem Strandbesuch am Nachmittag. Zurück zum Campingplatz fuhren wir durch die Dörfer. Immer wenn wir über eine Kuppe fuhren, bot sich uns ein gigantischer Blick! An manchen Stellen mussten wir einfach anhalten und aussteigen und einfach nur genießen!

Zum Strand fuhren wir nachmittags nach Tardinghen, ein paar Kilometer hinter Wissant gelegen. Hier waren Hunde am Strand erlaubt und es war sehr voll an diesem Sonntag. Trotzdem fanden wir ein hübsches Plätzchen und genossen das Strandleben. Die Kinder waren begeistert und verbrachten viel Zeit im Wasser. Es war gerade Flut und das Wasser kam immer näher. Wir waren nicht sicher, ob wir eventuell nasse Füsse bekamen.

Irgendwann wollten wir nach einem grandiosen Strandnachmittag zurück zum Campingplatz. Herrlich entspannt strapazierte die Rückfahrt meine Nerven und meine Geduld. Der Parkplatz war rappelvoll, das Ausparken wurde schon zum Problem, und es kamen immer noch mehr Autos! Das Sträßchen war wirklich schmal (wie du auf dem Bild sehen kannst) und die Seitenstreifen völlig zugeparkt! Wir haben mindestens fünf Minuten reglos gestanden, weil vor uns nichts mehr ging und die Fahrer sich scheinbar nicht einigen konnte, wer denn nun rückwärts fährt und wohin. Zum Ausweichen gab es wenig bis gar keine Möglichkeit. Zum Glück konnten Wohnmobile nicht auf den Parkplatz fahren, dann wäre das Chaos wirklich perfekt gewesen. Durch die Beschränkung der Durchfahrtshöhe mussten sie weiter vorne parken. Das war Frankreich live!

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Als wir nach gefühlten Ewigkeiten endlich die Hauptstraße erreichten,  fuhren wir in das nächste Verkehrschaos. Die Durchfahrtsstraße durch Wissant war komplett verstopft, es ging werder vorwärts noch rückwärts, ein Ausweichen war erst später möglich. Das Erstaunliche war für mich, dass sich keiner aufregte! Alle warteten geduldig, bis die Blechlawine wieder rollte. Irgendwie und viel später als geplant erreichten wir dann den ruhigen Campingplatz.

Im folgenden möchte ich dir drei Wanderungen vorstellen, die auf jeden Fall Pflicht sind, wenn man in der Gegend ist.

 

1.Die Dünen von Slack

Es gibt tatsächlich einen Wanderführer für die Region „Pas de Calais“ aus dem Rother Verlag. Hier fanden wir die Dünenwanderung von Slack, die wir auch direkt am Montag in Angriff nahmen. Es war warm, die Sonne strahlte vom blauen Himmel. Den ausgewiesenen Parkplatz fanden wir zwar, doch waren schon alle Parkplätze besetzt. So parkten wir am Straßenrand und fanden problemlos den Einstieg in die Tour, die uns zuerst zu einem Aussichtspunkt führte. Das Laufen durch den weichen Sand war natürlich mega anstrengend und wir kamen schnell ins Schwitzen. Selbst in einem kleinen Waldstück liegen wir wie auf Wolken über Sandwege. Unterwegs trafen wir ein deutsches Päarchen, auch sie hatten den Wanderführer in der Hand. Wir unterhielten uns kurz, wanderten dann weiter, weil ich endlich zum Meer wollte. Natürlich trafen wir die beiden noch mehrmals. Eine wunderbare Tour zum Einstieg in einen erholsamen Urlaub.

 

2. Cap gris nez

Natürlich besuchten wir auch das Cap gris nez, was „graue Nase“ heißt. Es war bedeckt an dem Tag. Dennoch war der Parkplatz schon recht voll. Auch hier waren die Parkplätze kostenfrei und die Durchfahrtshöhe beschränkt. Einen Platz für Wohnmobile gab es ein paar Meter weiter. Am Leuchtturm gab es einen Rundweg, sodass wir in alle Richtungen blicken konnten. Hier gab es wahnsinnig viele Bunker, die manchmal auch zweckentfremdet wurden. Hier wurde eine z.B.  Infotafel angebracht.

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Und auch so kann ein Bunker genutzt werden!

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Wir beschlossen, ein Stück den Küstenwanderweg zu laufen. Der Himmel zeigte sich noch in einem tristen grau, als wir starteten. Dies sollte sich im Lauf der Wanderung noch ändern. Die Weit- sicht beeindruckte mich immer wieder aufs Neue. Die Bezeichnung „gris“, also grau entstand, weil der sichtbare Fels grau ist, im Gegensatz zum Cap blanc nez, wo das Kreidegestein weiß ist. Außerdem konnte man hier nicht am Strand entlang laufen, dieser Bereich war unzugänglich. Mit 33 km ist die Entfernung nach England hier am geringsten, diese Stelle ist des Ärmelkanals ist als Straße von Dover bekannt. Der gesamte Schiffsverkehr des Ärmelkanals wird vom Leuchtturm auf dem Cap gris nez überwacht.

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Wir ließen uns viel Zeit, genossen immer wieder die Ausblicke und sprachen auch darüber, warum es gerade hier so viele Bunker gibt. Im zweiten Weltkrieg erwarteten die Deutschen hier die Landung der Alliierten und haben dieses Gebiet mit Bunkern und Geschützstationen regelrecht zu gebaut. Diese Erläuterung auf einer Hinweistafel fand ich schon erschreckend.

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Irgendwie beschlich mich oft ein mulmiges Gefühl wenn ich mir vorstellte, was für Dramen sich in Frankreich abgespielt haben mussten und was für Anstrengungen unternommen wurden, quasi auf Sand solche Betonbauten zu errichten. Dennoch war diese Wanderung sehr entschleunigend.

Zum Ende der Wanderung besuchten wir den Aussichtspunkt, der uns einen wunderbaren Blick auf die Bucht von Wissant und „unserem“ Strand in Tardinghen bot.

 

3. Cap blanc nez

Am Tag vor unserer Abreise, einem Dienstag, wollte ich unbedingt noch den Küstenwanderweg am Cap der Kreidefelsen wandern. Dass dies ein Abenteuer werden würde, ahnte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Denn ich war noch damit beschäfigt, mir Sorgen um unsere Leika zu machen. Samstag morgen schüttelte sie sich und fiel dann einfach um! Bumm! Ohje, was war denn jetzt los? Sie rappelte sich mit einem bärenähnlichen Brummen sofort wieder auf. Dies passierte im Laufe des Tages noch häufiger, beim Buddeln im Sand, bei einer Unebenheit im Boden und eben beim Schütteln. Sie fraß und war gut drauf, ich kommte mir nicht erklären, was los war. Am Sonntag und Montag wurde es besser, sie fiel kaum noch um, war aber etwas unsicher auf den Beinen. (Zu Hause waren wir natürlich beim Tierarzt, er vermutete ein leichte Ausprägung des Vestibulärsyndroms, eine Störung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr.)

So starteten wir vom Parkplatz aus den Küstenweg am Cap gris nez. Ein schmaler Pfad führte an den saftigen Wiesen der Charolais Rinder vorbei Richtung Wissant. Kurz vor Wissant kam ein Abstieg und wir beschlossen, am Strand entlang zurück zu gehen. Gesagt, getan! Leika lief gut mit und war noch nicht umgefallen. Das Problem war nur, dass der Sandstreifen, auf dem wir liefen, immer schmaler wurde. Die Flut zog sich ganz langsam zurück. Wir legten eine kleine Pause ein, damit das Wasser sich weiter zurück ziehen konnte. Das dauerte eine gefühlte Ewigkeit, wie immer, wenn man auf etwas wartet. Wir gingen dennoch weiter, der Strand wurde immer schmaler bis wir vor Steinen und Felsbrocken standen. Wollen wir da wirklich rüber gehen? Die Steine sahen nass und glitschig aus! Wir waren natürlich nicht die einzigen mit diesem Problem. Viele drehten um, einige wenige wagten sich auf die Felsen. „Wir warten jetzt mal, ob die zurück kommen!“ schlug Stephan vor. Wir suchten uns einen einigermaßen trockenen Stein und setzten uns darauf und warteten. Wenige kamen zurück, einige nicht. „Was machen wir denn jetzt?“ „Was die anderen schaffen, können wir auch!“ meinte mein Mann voll Zuversicht und so marschierten wir los. Ich hatte nur meine Outdoorsandalen an den Füßen und musste sehr gut achtgeben wo ich hintrat. Das Kreidegestein war nicht nur glitschig, sondern auch klebrig. Einen falschen Schritt konnte ich mir nicht erlauben. Sehr konzentriert, jeder einen Hund an der Leine, arbeiteten wir uns Stück für Stück vorwärts. Immer neue Steinfelder tauchten auf, die es zu bezwingen galt. Und Leika? Die lief vorneweg und hatte Spaß an der Kraxelei und marschierte sehr sicheren Schrittes mit mir im Schlepptau. Endlich sahen wir Sand und ich zog schnell meine Sandalen aus um barfuß durch das Wasser zu laufen. Wir hatten es geschafft! Wir waren ein bißchen stolz auf uns und im Nachhinein war diese Tour richtig klasse zum Abschluß!

Einige Tage vorher waren wir abends am weißen Cap um den Sonnenuntergang zu sehen und ein Gläschen Wein dabei zu genießen. Das mit dem Wein hat geklappt, der Sonnenuntergang leider nicht. Das tat dem Spaß, den wir mit der Familie hatten keinen Abbruch, denn es waren nur wenige Menschen unterwegs und wir hatten den Strand bei Ebbe fast für uns alleine!

Abends auf dem Hügel

Dies war nicht unser einziger Abendausflug! Zusammen mit Marc, dem Freund von Andreas, fuhren wir auf einen Hügel, den wir von unserem Campingplatz aus immer vor Augen hatten. Diesmal spielte die Sonne mit und bescherte uns einen wunderbaren Abend mit einem stimmungsvollen Sonnenuntergang. Da Marc die Gegend von Kindesbeinen an kennt, führte er uns zu einigen Stellen, die wir alleine niemals entdeckt hätten. Wir stiegen in einen Bunker hinab, und sofort beschlich mich ein mulmiges Gefühl. Die Vergangenheit war allgegenwärtig, besonders als wir den Taschenlampenstrahl auf die Wandschriften richteten.

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Das mulmige Gefühl ließ mich erst wieder los, als wir weiter auf den Hügel stiegen und die Bucht von Wissant im Abendlicht sichtbar wurde!

Als die Sonne untergegangen war, wurde es empfindlich kühl und wir traten den Heimweg an.

An einem anderen Abend zog ich mit Stephan und der Kamera alleine los. Wir wollten auf den Mont Couple, den wir schon am ersten Sonntag so toll  fanden und noch gar nicht wussten, dass es der Mont Couple (163 m hoch) ist. Die Gegend um den Hügel herum ist sehr beliebt bei Mountain Bikern und es gibt eine Plattform, die einen prima Rundumblick bietet. Leider verzog sich die Sonne an diesem Abend, dennoch war auch dieser Abend mit seinen Aussichten ein Fest für die Augen.

An einem weiteren Abend fuhren wir mit den Hunden zum Cap blanc nez, diesmal ohne Kamera. Kaum ein Mensch war am Strand, nur ein einzelner Fischer zog sein Boot aus dem Meer. Das war ein Spaß, einfach mal die Hunde laufen lassen und mit ihnen um die Wette zu rennen. Leika beobachtete eine Gruppe Möwen, entschied sich aber diese nicht aufzuscheuchen, sondern mit uns am Strand zu toben. Entsprechend müde saßen wir noch eine Weile am Strand und wie bestellt tauchten Reiter am Horizont auf, die in unsere Richtung am Strand entlang galloppierten. Mit diesem Bild der Reiter vor der untergehenden Sonne im Kopf führen wir müde und glücklich zum Campingplatz zurück.

Ein Morgen am Strand

An einem Sonntag morgen haben wir es tatsächlich geschafft! Wir sind früh aufgestanden, weil wir zum Sonnenaufgang am Strand von Tardinghen sein wollten. Die Gezeiten waren uns wohlgesonnen, es war Ebbe, sodaß wir die Muschelbänke und ein davor liegendes Schiffswrack sehen konnten. Wir waren nicht früh genug, die Sonne war gerade aufgegangen. Das machte aber nichts, die Stimmung war perfekt! Vereinzelt waren Jogger und Hundemenschen unterwegs. Leika hat ausgiebig mit einem anderen Hund Nachlaufen gespielt. Am Wrack standen zwei Fotografen, die wir später am Parkplatz bei der Frühstückszubereitung wiedersahen.

Puh, der Bericht ist ja ganz schön lang geworden. Eine Begenheit will ich euch noch erzählen, da konnte ich nur mit dem Kopf schütteln. Am letzten Montag unseres Urlaube nieselte es von einem bleigrauen Himmel. Wir beschlossen Richtung Süden zu fahren, um uns Ambleteuse und Wimereux noch anzuschauen. In Ambleteuse gibt es Fort, das ein beliebtes Fotomotiv ist. Klar, musste natürlich auch auf meinen Sensor.

Wir schlenderten ein wenig die Promenade entlang, obwohl sie in keinster Weise einladend war, so wie dem gesamten Ort der Charme des Vergangenen anhaftete.

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Die Häuser waren Ferienhäuser mit Meerblick, aber auch sie wirkten heruntergekommen und ungepflegt. Hunde waren hier erlaubt, ja, aber ihnen stand nur ein schmaler Streifen zur Verfügung.

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Auf dem schmalen Asphaltstreifen waren Hunde erlaubt. Das Schild war eindeutig.

 

Hey, Leika! Da unten darfst du nicht laufen!
Hey, Leika! Da unten darfst du nicht laufen!

Wir achteten nicht wirklich darauf, weil kaum jemand unterwegs war. Da trat aus einem der Häuser eine ältere, sehr gepflegt Dame und wies uns überaus freundlich darauf hin, dass die Hunde bitte nur oben zu laufen hätten. Wir bedankten uns ebenso freundlich und gingen weiter. Als die Dame außer Hörweite war, musste ich herzhaft lachen, das war in meinen Augen nur  albern.  Bella hat sich auch ihren Teil dazu gedacht.

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Ein „Selfie“ haben wir noch schnell gemacht! Und auch noch da, wo die Hunde gar nicht hindürfen!!

So, nun aber genug der Worte. Ich könnte noch so viel erzählen, von unserem super Essen im Restaurant, von unseren gemütlichen Strandtagen, von Faulenzertagen und, und und! Frankreich war toll, erholsam, entspannend. In diesem Land waren wir nicht zum letzten Mal.

Aber die Bilder von unserem letzten Strandtag muss ich euch noch zeigen. Morgens am Strand, mittags nach Hause gefahren.

 

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6 Kommentare

  1. Hallo Birgit!
    Was für eine schöne Gegend! Ich war dort noch nie, viele Freunde von uns aber. Da kann ich nun verstehen, weshalb es sie dorthin zieht.
    Deine vielen Bilder sind wirklich klasse, vor allem vermitteln sie so eine wunderbare Urlaubsstimmung!

    Liebe Grüße
    Carolin

    1. Hallo Carolin!
      Der größte Vorteil liegt wirklich darin, dass es von uns schnell zu erreichen ist, so um die 400 km. Ich freue mich sehr, dass die Bilder Urlaubsstimmung vermitteln und sie dir gefallen. Dieser Urlaub hatte für uns alle einen sehr hohen Erholungswert! Danke für deinen Kommentar!
      LG Birgit

  2. Danke für diesen wirklich tollen Bericht :-)
    Die Fotos sind wirklich super und laden ein, die Region mal zu besuchen. Wir waren ja im Mai/Juni in der Provence und waren sehr begeistert von Frankreich.

    1. Gerne, hat ja auch lange genug gedauert! 😉 Frankreich ist ein tolles Reiseland, wie ich finde. Den Süden Frankreichs werden wir sicher auch irgendwann mal besuchen! Herzlichen Dank für deinen Kommentar!

    1. Uli, bei dem Lob werde ich ja ganz rot! ☺️ Die Gegend ist einfach nur schön und es schlummern noch einige Fotos auf der Festplatte, da könnte ich locker noch einen zweiten Kalender mit füllen! Und ganz lieben Dank fürs Teilen, habe ich schon gesehen! 😉

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