Fluchtzwerg

Zwei Menschen und zwei Hunde unterwegs mit dem Eifelland Holiday
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Allgemein Camping mit Hund

Tulpen, Strand und Texel! Ostern 2017 in Julianadorp/Noordholland

Sie taten fast weh in den Augen, diese intensiven, gigantischen Farben der riesigen Tulpenfelder in Noordholland. Rot, gelb, orange, lila, weiß, rosa, extreme Farben, wie sie nur die Natur hervorbringen kann.

Als wir auf der Fahrt nach Julianadorp die Autobahn A9 bei Alkmaar verließen und auf die N9 fuhren, tauchten schon bald die ersten Tulpenfelder auf. Die meisten standen in voller Blüte, und wenn die Sonne zwischen den Wolken ihre Strahlen darauf scheinen ließ, war der Anblick fast unwirklich, atemberaubend. Dass die Felder in harmonischem weiß, lila und rosa Hyazinthen waren, erkannten wir erst später. Die Fahrt entlang des Noordhollandkanals bis zum Campingplatz war wunderschön. Blumenfelder soweit das Auge reichte! Sie schrien förmlich: „Fotografier mich!“ 😄 Das tat ich natürlich, aber erst am Ostermontag.

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Am Morgen des Karfreitag fuhren wir zeitig los. Die Fahrt verlief ohne Stau, sodaß wir noch vor Mittag unser Ziel erreichten. Da wir erst ab 13.00 Uhr auf den Campingplatz konnten, fuhren wir einen Parkplatz hinter Julianadorp an. Hier war ausreichend Platz unser Gespann abzustellen und ein Strandaufgang war in unmittelbarer Nähe. Herrlich, so ein Strandspaziergang nach der Autofahrt. Der kräftige Wind blies uns ordentlich um die Nase, der Strand war sehr leer, die Hunde konnten also laufen und sich ihres Lebens freuen. Wir steuerten den nächsten Strandpavillon an. Da die Sonne sich zeitweise zeigte, konnten wir windgeschützt draußen und bei Kaffee und Apfelkuchen den Blick auf das Meer genießen.

Gut gestärkt fuhren wir zum Campingplatz und richteten uns ein. Unser Stellplatz war großzügig, mit Wasser- und Stromanschluß direkt am Platz. Der Wind hatte aufgefrischt, deshalb war der Aufbau unseres Luftzeltes eine kleine Herausforderung. Um es vorweg zu nehmen: der Sturm verstärkte sich in der kommenden Nacht und Regen setzte ein. Der ganze Wohnwagen wackelte, das Zelt hat Stand gehalten!

Texel

Da es im letzten Jahr nicht geklappt hatte, stand Texel als Programmpunkt ganz oben auf meiner Liste. Nach einem ausgiebigen Osterfrühstück erreichten wir als letztes Auto die Fähre in Den Helder. Jede Stunde um halb fährt „Teso“ die Passagiere von Den Helder nach Texel. Für Fahrzeuge mit maximal 6,50 m Länge einschließlich bis zu 9Personen kostet die Überfahrt 37 Euro. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag gibt es einen Niedrigtarif, dann kostet die Überfahrt nur 25 Euro.

Im Bauch des Schiffes angekommen stiegen wir aus dem Auto, um an Deck zu gehen. Hier blies uns direkt ein ordentlicher Wind entgegen! Die Möwen ließen sich gerne füttern. Sofort kam mir bei dem Anblick Alfred Hitchcock in den Sinn, „Die Vögel“, den Film hatte  ich mir kurz vor Ostern noch angeschaut. Wir schafften es gerade vom Heck zum Bug zu gehen um einen Blick auf die Insel zu werfen, als auch schon die Stimme aus dem Lautsprecher darauf hinwies, das Deck zu verlassen und in die Autos einzusteigen.

Nun waren wir also angekommen, auf der größten und westlichen Insel der Westfriesischen Inseln, mit einer Fläche von 463,3 Quadratkilometern. Bei einer Länge von ca. 20 km und einer Breite von ca. 8 km verfügt Texel über 30 km Strand. Wir fuhren auf das erste der sieben beschaulichen Dörfer zu, Den Hoorn. Was wir sahen, gefiel uns sehr gut, wir wollten jedoch weiter nach De Koog. Die Straßen säumten auch hier einige Tulpenfelder. Und es gab riesige, saftig grüne Wiesen, auf denen viele, viele Schafe weideten, mitsamt ihren Lämmern! Ein wundervoller, friedlicher Anblick. Kaum zu glauben, dass es auf Texel so viele Schafe wie Menschen gibt.

Als wir auf De Koog zufuhren merkten wir schon: hier pulsiert das Leben! Wir fanden einen Parkplatz, der am Sonntag kostenfrei war, und schlenderten gemütlich in die Innenstadt. Geschäfte, Cafes und Restaurants luden zum Bummeln und Verweilen ein. Hier war definitiv zu viel Trubel für uns. Wir gingen bis zum Strandaufgang und sahen, dass hier ein Campingplatz in den Dünen eingebettet war.

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Blick auf Den Hoorn
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Strandaufgang von De Koog mit Campingplatz

Wir fuhren weiter Richtung Norden, Richtung De Cocksdorp. Von weitem konnten wir schon den Leuchtturm erkennen, der als das Wahrzeichen von Texel gilt. Ich mag ja Leuchttürme, sie strahlen etwas Erhabenes aus, so auch dieser. Wir fanden schnell einen Parkplatz und marschierten gegen den Wind Richtung Leuchtturm. 118 Stiegen führen hinauf auf eine kleine Aussichtsplattform um den herrlichen Bick zu genießen. Wegen des heftigen Windes verzichteten wir darauf. Vom Fuße des Turmes hatten wir einen tollen Blick auf den breiten und weitläufigen Strand, zu dem wir hinunter gingen um im Sand sitzend das Meer, die Wellen, die Wolken und die Sonne zu genießen.

Leider ging der Sonntag auf Texel viel zu schnell zu Ende. Als wir auf die Uhr schauten, wunderten wir uns, wo die Zeit geblieben war! An einem Tag kann man die Insel nicht kennen lernen, aber einen guten Eindruck bekommen. Mir hat es so gut gefallen, dass ich gerne wiederkehren möchte. So traten wir den Heimweg an und auf der Fähre merkten wir, wie hungrig wir waren, hatten wir doch seit dem Frühstück nichts mehr gegessen. Abends gönnten wir uns eine Mahlzeit im Imbiss auf dem Campingplatz.

Nach einem Strandspaziergang am Ostermontag und dem Genuß eines selbstgebackenen Osterlammes, fuhren wir in die Tulpenfelder. Hier kann man wunderbar spazieren gehen. Wir waren sehr vorsichtig, um keine Blumen zu schädigen. Einfach schön und Balsam für die Seele, durch diese Farbenpracht zu laufen. Lasst die Bilder einfach auf euch wirken, ich habe auf Text bewußt verzichtet.

Den Abend genossen wir im Zelt bei Sonnenschein, der das Zelt wunderbar wärmte.

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Und dann war er auch schon da, der Dienstag und wir mussten unsere Sachen packen und Richtung Heimat fahren. Natürlich verließen wir Noordholland nicht ohne einen Spaziergang am Strand mit Besuch der Strandbude. Wie es angefangen hatte, so sollte es auch aufhören, mit Kaffee und Apfelkuchen.

Ein paar sehr erholsame Tage haben wir verbracht, auch wenn der Wind sehr heftig war und die Temperaturen apriltypisch. Die Mädels haben das neue Podest hervorragend genutzt und es hat sich bewährt. Und nach dem Urlaub ist natürlich wieder vor dem Urlaub! Ende Mai gehen wir wieder auf Tour, wohin verrate ich euch zu einem späteren Zeitpunkt! 😉

6 Kommentare

  1. Was für schöne Bilder. Am besten gefallen mir die mit dem Meer, dem Himmel, den Dünen, den
    Blumen………, also eigentlich alle.
    LG Maria

    1. Danke Maria! Ich freue mich immer wenn meine Fotos gefallen! Eines der schönsten Komplimente, die man mir machen kann! Vielen Dank für deinen lieben Kommentar! 😉🤗
      Viele Grüße Birgit

  2. Da hatten wir fast die gleiche Idee mit der Überschrift. 😉 Mein Beitrag geht aber erst später online. Erst musste das Camping-Abenteuer veröffentlicht werden.

    Sehr, sehr schöne Bilder. Die Kamera macht wirklich tolle Fotos. Und ich finde es mal wieder interessant, wie du das Wochenende wahrgenommen hast. Bald kannst du vergleichen.

    VG Silvana

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