Fluchtzwerg

Zwei Menschen und zwei Hunde unterwegs mit dem Eifelland Holiday
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Allgemein

Mit dem Fluchtzwerg an der Riviera

leika

Wuff! Ich bin es, die Leika. Ich möchte  euch die Geschichte von unserem Urlaub an der Riviera erzählen. Nun kann Hund sich unter Riviera nicht viel vorstellen, aber ich schnappte was von Sonne, warm, tolle Aussicht und so auf. Da war ich schon gespannt, was uns erwartete.

 Alles fing damit an, dass wir  am Tag vor der Abreise nur eine kurze Mittagsgassirunde bekamen, weil Frauchen sagte, dass sie noch einiges zu erledigen hätte und Sachen packen müsste. Naja, wir Hunde brauchen ja nicht viel, wichtig ist natürlich dass prima Futter an Bord ist. Und ein paar Leckerlies und Knabbersachen und Ersatzhalsbänder und die Impfausweise und die kleine Hundeapotheke für alle Notfe(ä)lle und ein Spielzeug und Handtücher (falls wir mal schmutzige Pfoten) haben und Hundeseife (falls Bella sich wieder mal wälzt) und… Das ist ja doch einiges wo unser liebes Frauchen dran denken musste. Und die ganzen Menschenklamotten sollten ja auch mit.

Im Flur türmten sich die Sachen meterhoch, so daß Hund kaum noch einen Durchgang fand. Eingeräumt in den Fluchtzwerg war alles  ganz schnell. Bella wurde schon nervös.  Ich blieb gemütlich in meinem Körbchen liegen und schaute mir das hektische  Treiben in Ruhe an. „Morgen fahren wir an die Riviera!“ jubelte Frauchen. Beim Wort „fahren“ wurde ich  hellhörig, das bedeutet immer neue Düfte und Gassi in anderen Gebieten.

„Ich bin jetzt schnell arbeiten und danach fahren wir in Urlaub! Juchu!“ Mit diesen Worten verabschiedete unser(e) Mensch(in) sich am nächsten Morgen und Bella und ich hatten genug Zeit, von der Riviera zu träumen! Wir warteten sehr ungeduldig, entspannen konnten wir nicht wirklich. Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, hörten wir  das bekannte Motorgeräusch, Frauchen kam herein und Bella und ich freuten uns ganz besonders und wedelten, dass uns bald die Schwänze abfielen. Kurz darauf hörten wir auch Herrchens Auto! Noch kurz Gassi, fressen, Wohnwagen anhängen und dann stiegen wir endlich in den Vito und los ging die Fahrt!

Nach einer Zwischenübernachtung in der Nähe von Stromberg kamen wir am Samstag um 14.00 Uhr endlich am Ziel an, dem Campingplatz Guggemos in Hopfen am See. Ich war sehr enttäuscht, Riviera hatte ich mir anders vorgestellt! Und unsere Menschen wohl auch! Keine Sonne, keine Palmen, kein Strand! Wir konnten nicht erkennen, warum Hopfen am See als Allgäuer Riviera bezeichnet wird. Bella war das egal, sie bekam ihre „5 Minuten“ und flitzte wie eine Irre im Kreis über die Wiese. Ich als ältere Dame machte das nicht mit.

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Schöner Stellplatz mit Blick auf den See und die Berge, wenn der Nebel nicht gewesen wäre.

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Wir hatten nur wenige Nachbarn.

Voll freudiger Erwartung zog Frauchen am nächsten Morgen das Verdunkelungsrolo hoch und war sehr enttäuscht! „Keine Berge!“ schimpfte sie, dabei hatte Silvana uns ein grandioses Panorama versprochen. Die Alpen versteckten sich im Nebel, und das sollte bis auf eine Aufnahme auch die nächsten Tage so bleiben. Trotzdem wollten wir an diesem Sonntag zum Faulensee laufen und plötzlich tauchten aus dem Nebel auch Patricia und Scott auf. Wir gingen gemeinsam mit den beiden und Silvana und Cabo los und auf den ersten Metern im Wald hatte ich schon ihren verführerischen Duft in der Nase: REHE! Wie gerne hätte ich die mit Scott gejagt, aber wir mussten an der Leine bleiben. Naja…irgendwie verstehe ich das ja auch. Frauchen hatte natürlich ihre Knipse mit, hat aber ständig über das schlechte Licht gemeckert.

 

 

Und wie schon am Vortag, zog Frauchen am Montag das Rolo  auf und seufzte: „Schon wieder keine Berge zu sehen!“ Bella und ich machten es uns wieder gemütlich, während Frauchen frustriert Kaffee kochte. Nach dem Frühstück brachen wir auf in Richtung Beichelstein Alpe, von dort aus sollten wir einen grandiosen Blick haben, wenn der Hochnebel nicht gewesen wäre…

 

Auf den letzten Metern zur Alpe wurde es dann sehr aufregend für Mensch und Hund! Es ging ordentlich bergauf, das war anstrengend für mich aber auch toll, wir liefen nämlich über eine Alm. Hier konnten uns also Weidetiere begegnen. Wir waren schon fast angekommen, da sahen wir zwei Pferde, die uns äußerst neugierig beäugten. Wir mussten an den Pferden vorbei, ich habe natürlich keine Angst vor Pferden, aber die beiden kamen direkt auf uns zugelaufen. Und dann wollten die mich mit der Nase schubsen, also das mag ich gar nicht! Da habe ich das Frauchen schnell weggezogen. Herrchen mit Bella war schon vorbei. Frauchen war das wohl auch nicht geheuer, sie wurde immer schneller. Und dann wollten die Pferde mit Scott spielen, aber Scott wollte nicht mit den Pferden spielen! Er wollte nur noch weg und Patricia hatte ihre liebe Not, ihm die Pferdchen vom Hals zu halten. Wie dreist waren die denn?

Nach einer kleinen Mahlzeit und Erholung vom Pferdeabenteuer machten wir uns an den Abstieg und kamen wohlbehalten wieder am Hopfensee an.

Und wie an den anderen Tagen auch stand Frauchen am nächsten Morgen als erste auf und lugte aus dem Küchenfenster. „Die Berge sind da!“ rief sie so laut, dass Bella und ich uns erschraken. Wir bellten mal laut, damit die Nachbarn auch an der Freude teilhaben konnten. Die Freude währte aber nur kurz, denn die Wolken kamen zurück und brachten Regen mit. Wir gingen eine nasse Runde um den Hopfensee und ruhten uns den Rest des Tages aus.

Mittwoch morgen war alles so wie immer, keine Berge. Die Menschen sprachen beim Frühstück über Schlösser und einen See und da fuhren wir dann auch hin. Es war kalt geworden und in der Nacht hatte es auf den Berggipfeln geschneit, das konnten wir auf der Schlössertour sehen. Wir gingen erst ein Stück um den Schwansee, von hier aus hatten wir einen herrlichen Blick auf Neuschwanstein und Hohenschwangau und die schneebedeckten Gipfel. Die Kamera war auch wieder dabei und wir Hunde mussten uns in Pose werfen, das nervt mich manchmal ganz schön. Wenn ich Lust habe, mache ich mit.

Und dann wurde es richtig spannend! Es ging über Stock und Stein bergauf in Richtung Schlösser. Ich war gut drauf und habe Frauchen fast die Wege hinauf gezogen. Klettern ist klasse! Bella hatte auch ihren Spaß! Mich haben die Schlösser jetzt nicht so begeistert, aber Frauchen war hin und weg und ich hörte permanent den Auslöser rattern. Herrchen hatte auch seine Kamera mit, es gibt also auch Bilder von Frauchen!

Am Donnerstag Morgen waren die Berge natürlich wieder nicht zu sehen, aber Frauchen flüsterte in mein Ohr: „Es hat geschneit Mausi!“ Herrchen hatte es gehört und meinte: „Nicht wirklich, oder!?“ Es war wirklich so, einzelne Schneeflocken hatten sich bis ins Tal verirrt und der Himmel war noch grauer als an den Tagen vorher. Die Menschen waren an diesem Tag viel unterwegs, ich glaube sie haben sich ordentlich den Bauch vollgeschlagen, sie sagten etwas von Frühstück, Kaffee und Kuchen und von Abendessen und Geburtstag. Einen Spaziergang haben wir dazwischen doch gemacht, wir sind zur Hopfener Burgruine hochgelaufen. Der Blick von hier oben war traumhaft, wenn nicht, ihr wisst es sicher schon, der Nebel gewesen wäre.

Und auch an unserem letzten Urlaubstag zeigten sich die Alpen nicht. Wir fuhren zum Alatsee. Der Weg um den See gefiel den Menschen wohl so gut, dass wir ihn direkt zweimal gelaufen sind, einmal hin und wieder zurück. Den Auslöser der Kamera hörte ich unentwegt und ich dachte schon, dass wir Hunde wieder Model sein dürfen. Ich habe Frauchen den Gefallen getan und mitgemacht. Aber seht selbst, die Farben waren trotz des trüben, nasskalten Wetters grandios!

Obwohl die Menschen durchgefroren waren, wollten sie  sich noch Füssen anschauen. Ich mag Stadtbummel nicht so gerne, da kann Hund nicht in Ruhe überall schnüffeln. Ich bin aber brav mit gegangen, der Ort hat mir gut gefallen!

Zurück am Campingplatz haben wir uns erstmal aufgewärmt und dann fingen sie Menschen an, einige Sachen zu packen. Es hieß wohl Abschied nehmen von der Riviera! Wir fuhren leider am nächsten Tag nach Hause und der Rivieraurlaub war zu Ende. „Wir fahren  da nochmal hin!“ versprach Frauchen. „Aber nur, wenn die Berge dann zu sehen sind!“

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