Fluchtzwerg

Zwei Menschen und zwei Hunde unterwegs mit dem Eifelland Holiday
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Camping mit Hund Wandern mit Hund

Kennt Ihr „:METABOLON“?

 

 

Nein? Kennt Ihr nicht? Dann müsst ihr Metabolon unbedingt kennenlernen. Am Ende des Beitrages stelle ich Metabolon vor. Soviel vorab: Geworben wird mit dem Slogan:

„Von der Deponie zum Innovationsstandort“

Zu finden ist dieser Ort in der Gemeinde Lindlar im Bergischen Land. Wie Ihr ja wißt, sind wir mittlerweile Fans vom Bergischen Land und dem wunderschönen Campingpark in Oberbüschem bei Lindlar. Hier habe ich ausführlich über unseren ersten Besuch berichtet. Inzwischen hatten sich einige Dinge verändert. Neue Stellplätze waren angelegt und drei Pods bereicherten das Campinggelände. Das Tiergehege und die beiden Ziegen waren noch an ihrem Platz. Eine Planwagenfahrt für die Kinder gab es auch!

Übrigens ist der Campingpark unter den 20 beliebtesten Campingplätzen in Deutschland! Herzlichen Glückwunsch! Die Gäste haben gewählt!

 

Ganz spontan entschlossen wir uns, das Pfingstwochenende dort zu verbringen. Ein Platz für uns war frei, so reisten wir Samstag morgen an und begannen den Tag mit Frühstück, sogar teilweise mit Sonne. Für die Feiertage war leider nicht das beste Wetter angesagt.

Es blieb erstmal trocken, nach dem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg zur „Dhünntalsperre“. Dort wollte ich unbedingt laufen. Aufmerksam auf diese Tour wurde ich  unter anderem durch den Blog von Elke Bitzer. Den ausgewiesenen Parkplatz fanden wie problemlos, zum Start unserer Wanderung fielen ein paar vereinzelte Regentropfen. Die Runde um die Talsperre war sehr entspannend, immer wieder hatten wir schöne Blicke auf das Wasser. Der Wechsel zwischen dicken, bedrohlichen Wolken, Sonne und Regen zauberte eine ganz besondere Stimmung.

Besonders gut gefallen hat mir die schöne gestaltete Staumauer, die Trennung der Vorsperre zur Großen Dhünntalsperre. Als wir hier ankamen, zogen bedrohlich dunkle Wolken auf und der Wind legte ordentlich zu.

Mit dem heftigen Wind wurde es noch kälter. So verweilten wir nicht länger und machten uns auf den Rückweg. Auch der Rückweg führte am Ufer entlang. Auf einer Bank machten wir eine kurze Rast. Der Wind blies jetzt weniger heftig und Sonne lugte kurzzeitig hervor. Leika machte einen kurzen Ausflug ins Gestrüpp und hatte direkt vier Zecken mitgebracht, die wir natürlich sofort entfernten. Wir genossen von der anderen Uferseite den Blick und entdeckten nistende Kormorane. Jetzt konnten wir auch das Kreischen identifizieren, dass uns seit einiger Zeit begleitete.

Der Rückweg war unspektakulär, es waren nur wenige Menschen unterwegs. Die knapp 12 km lange Tour ist Balsam für die Seele, einfach entspannend. Hier meine Aufzeichnung: unverDhünnt 2

Nach dem Abendessen gingen wir in die Rezeption zum Bezahlen. Hier fanden wir  aktuelle Broschüren mit Ausflugstipps. Petra Baldsiefen, die Betreiberin des Campingplatztes, empfahl uns die Broschüre „Lindlar entdecken“ und fragte: „Kennt Ihr Metabolon?“ Wir verneinten und sie empfahl uns einen Ausflug dorthin.  Eine neu aufgelegt Wanderkarte der Lindlar Touristik, die außerdem 10 informative Wegeporträts beinhaltete, nahmen wir auch mit. Durch diese Karte kamen wir auf die Idee, am nächsten Tag den Weg „L`ommer jon!“  (Lass uns gehen) zu erkunden. Mit 6,5 km Länge eher ein gemütlicher Spaziergang, aber genau richtig für unsere Leika, die mit ihren 12 Jahren nach einer längeren Wanderung gerne einen Tag Pause hat.

Auch dieser Weg war einfach nur schön. Wir konnten den Blick schweifen lassen, die Vögel zwitscherten, kleine gemütliche Ortschaften mit schnuckeligen Häusern ließen wir hinter uns, Entspannung pur. Einmal haben wir uns verlaufen, da ein Hinweisschild von Efeu überwuchert war. Der von Bürgern gestaltete Sitzplatz „Zur halben Buche“ lud zum Verweilen ein. Lasst einfach ein paar Bilder auf Euch wirken:

Nun seid Ihr sicher schon gespannt, was es mit „Metablon“ auf sich hat. Das Wort leitet sich aus dem Wort „Metabolismus“ ab und bedeutet STOFFUMWANDLUNG. Aus einer Müllkippe wurde hier ein Kompetenzzentrum mit außerschulischem Lernort geschaffen, das seinesgleichen sucht. Zusätzlich wurde Raum für verschiedene Freizeitaktivitäten geschaffen, wie z.B. Mountainbiking, Klettern, Gleitschirmfliegen oder Rutschen auf der 110 m langen Doppelrutsche. Ansonsten dreht sich hier alles um das Thema Energie, Entsorgung, Stoffumwandlung.

Direkt am Eingang wurden wir  von einem Müllmenschen und dem „Leppel“ begrüßt. Leppel ist ein Kompostwurm, der uns auf dem Weg durch Metabolon begleitete und gerade den Kindern hilfreiche und kindgerechte Antworten auf viele Fragen gab.

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Wir gingen weiter und staunten nicht schlecht. Vor der Müllmauer hätte ich stundenlang stehen und schauen können. Was es hier alles zu entdecken gab! Und wieviel Müll wir tagtäglich produzieren! Unfassbar!

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Vorbei an der Müllwand blickten wir auf das „Herz“ von Metabolon, dem 300 m Hohen Aussichtspunkt, den es zu ersteigen galt. Puh, das sah gigantisch aus!metabolon-03988360 Stufen führten nach oben, umsäumt von grauen Mülltonnen. Diese boten immer wieder Informationen rund um das Thema Müll, Entsorgung und Recycling. Hier konnten wir stehen bleiben, frischen Sauerstoff in die Lungen pumpen und gleichzeitig etwas lernen. Leppel fragte und erklärte.

metabolon-03840 metabolon-03841Zwischendurch immer wieder den herrlichen Ausblick genießen!

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Immer höher ging es hinauf!

metabolon-03842Vor dem letzten Anstieg gab es einen kleinen Rundweg, den wir ein Stück erkundeten. Hier fanden wir den außerschulischen Lernort, das Ende der langen Rutsche und einen herrlichen Platz, um Aussicht zu genießen. Der  Lernort ist wie ein Klassenzimmer gestaltet, hier können Schulklassen einen ganzen Tag verbringen und experimentieren, lernen und auf dem kleinen Spielplatz spielen.metabolon-03839

metabolon-03844 metabolon-03843Endspurt! Oben angekommen bot sich ein fantastischer Ausblick. Die Aussichtsplattform ist sehr futuristisch gestaltet und überraschte uns mit ihrem Anblick! Wir verweilten recht lange hier oben, ich konnte mich nicht satt sehen.

Auch der Abstieg bot tolle Ausblicke, jaja, ich widerhole mich diesbezüglich.

Wir liefen auf Höhe der Rutsche den Rundweg nun in die andere Richtung, wir wollten nicht die Stufen hinunter laufen. Hier gab es ein paar Stationen für Kinder.

Nach einiger Zeit bogen wir vom Rundweg ab, um ein Stück den Bike Trail hinunter zu laufen. Biker waren nur wenige unterwegs, die Kommunikation mit ihnen klappte prima. Die Wege waren herrlich verwildert und eine einzige blühende Pracht.

Wir haben hier noch lange nicht alles gesehen. Aber wir wollten am frühen Nachmittag nach Hause fahren, sodaß wir unsere Tour beendeten. Dem Metabolon statten wir mit Sicherheit noch einen Besuch ab, um den kompletten Rundweg zu laufen und vielleicht bei besserem Wetter eine bessere Aussicht auf das schöne Bergische Land zu haben. Der Zugang war kostenfrei, Hunde mitnehmen war kein Problem, obwohl wir die einzigen mit Hund waren. Rauchen ist auf dem gesamten Gelände nicht gestattet.

Wer mehr über Metabolon wissen möchte, kann sich hier informieren. Wir hatten wieder ein wunderbar entspanntes Wochenende, die Flucht aus dem Alltag war perfekt!

 

 

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